Wir sind Villa Paul

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«Eigentlich dachte ich ans Aufhören. Es waren zu gute elf Jahre mit Doris. Und sagt man nicht, Weise hören auf dem Höhepunkt auf? Danach ginge es bergab, bis ein bitterer Abgang ohne Ehren das traurige Ende. RIP.

Zudem sah ich mich nicht allein am Steuer von dieser mittlerweile grossen Maschine mit dem schönen Namen Villa Paul. It takes two to Villa Paul. Also führten wir Verkaufsgespräche.

Aber nachts führte ich Selbstgespräche. Was, wenn es gar nicht so sein muss? Was, wenn wir nicht mitmachen bei einer Wirtschaft, die sich in einem selbstunterminierenden Hamsterrad demnächst auf den Mars schiesst? Nicht grösser, nicht höher, nicht schneller. Nicht besser. Im Gegenteil. Weniger. Langsamer. Kleiner. Aber gleich gut.

Je länger ich wach lag, desto reizvoller erschien mir eine Konzentration aufs Wesentliche. Und es taten sich schmale Türspalten zu ungeahnten Möglichkeitsräumen auf. Klein. Fragil. Aber durchaus zukunftsbildend.

Und ich entschied mich um. Ich entschied, Villa Paul so zu gestalten, dass der Villa-Alltag auch ohne Doris, ohne Rita, ohne Claudia, ohne Arlette funktionieren kann.

Mit Petra und Elisa habe ich nun zwei hervorragende Beraterinnen im Laden zur Seite, zwei wunderbare Frauen, die Villa Paul täglich mit ihrem Können und ihrer Energie bereichern.

Mit Jasmin, Livia, Sejdefa und Hasko habe ich die Besten in ihrem Fach im Hintergrund. Und dass ich immer noch fest auf Doris‘ Mitdenken, Miteinkaufen, Mitgestalten zählen darf, ist so notwendig wie schön. Eine wahre Wonne.

Und so scheint es, als müsst‘ die Weisheit noch etwas länger auf mich warten.»

Mimi

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