Lieber Mensch, der Villa Paul wohlgesonnen
Wir melden uns aus dem Off mit wichtigen Dingen vorab.
Schreibe diese beiden Daten tuzwit in deinen Kalender:
3.7.26 und 26.8.26.
Gemacht?
Gemacht.
Wunderbar, dann ab jetzt alles schön langsam:

Freitag, 3. Juli 2026
(Achtung statt Samstag, 27. Juni 2026)
10 – 18.30 Uhr
uuffülle vor de Ferie
20% auf alle Refills von BE(…)MY FRIEND, em kraft, L:A Bruket, Såpe und Soeder zu Ehren des World-Refillday, den wir wegen «zu» verpasst haben.
Zudem feiern wir dann die Hitze mit Bikinis von Oy surf, luftigen T-Shirts von Junglefolk und Kleidern aus kofferfreundlichen Stoffen, mit einer (der!) Foot Cream für Babyfudi fini Füess in einer Palmsandale von Ekn. Mit kühlenden Tüchern von Badi Culture, Marie pour la toile und Zaha, mit strandtuchtauglichen Rucksäcken von Bolso Paseo, mit zwei Sonnencrèmes für Backen, Po und Nacken…





Mittwoch, 26. August 2026
17 – 21 Uhr
Wieder–Eröffnung,
du weisch wo…
Gut zu wissen 1:
Sei herzlichst willkommen auf dieser Welt lieber Mats Emil. Deiner Mama Elisa, deinem Papa Mäni, gratulieren wir fest zum Wunderknab; wir wissen, dass du sie schon fast durchschlafen lässt, das ist aber auch super freundlich von dir!
Gut zu wissen 2:
Für Flick- und Änderungsarbeiten während der Pause melde dich direkt bei Petra: 079 434 25 66. (Ihr Atelier ist im Keller, und da verbringt sie grad besonders gern ihren Sommer;-)
Und wenn du jetzt noch magst und dein Hirni trotz Hitzestau aufnahmefähig ist, hier etwas heisse Luft, etwas Balkonphilosophie:
Viel Lärm um nichts
An diesem ungewöhnlichen Samstagmorgen im Juni, den ich all die Jahre zuvor nicht da, sondern hinter einer Ladentheke verbracht habe, sitze ich nun auf meinem Balkon. Ich blende das konstante Verkehrsrauschen aus, das vom gelegentlichen Wummern einer besonders tiefgelegten, besonders potenten Audioanlage, die in Höchsttempo vorbeidonnert, übertönt wird. Ich blende die Kärcherei eines Nachbarn zur Linken aus, den Rasenmäher des Nachbarn zur Rechten, eine nervige Säge hinterm Haus.
Und ich versuche (probier das Mal, gopf, in dieser Soundbrühe!) über grosse Worte nachzudenken. Worte mit Inhalt, Worte mit Bedeutung, Worte denen Aktionen folgen, Worte, die unser Vorhaben, «mit weniger» die Villa Paul zu bestücken, manifestieren sollen.
«Mit weniger» heisst, es braucht etwas, aber eben nicht viel.
Nur noch Notwendigkeiten.
(Bring das mal jemandem bei! Man hat einst gelernt: mit Zug funktioniert eine Vision besser als mit Druck. Ziehen, Mimi, nicht stossen! Du schaffst das. Los!)
Hey, es wird mega cool. Stell dir vor: gleich, einfach mit weniger!
(unverständlicher Satz eines imaginären Gegenübers)
Was? Ob ich Noisecanceller möchte?
Ah, nein danke, ich muss mich diesem Lärm, dieser ganzen Kakofonie aussetzen, ich muss mir das alles zumuten, weil ich unbedingt auch davon weniger möchte! Ist das nicht schon Zug genug?
Ähm.
Besser so?: es schmerzt nicht nur ein jedes Händlerherz, weil es zukünftig ganz generell nur mit weniger funktioniert, will die Menschheit denn ihre Wenigkeit Mutter Erde nicht selbstmörderisch zu Grunde richten, so auf jeden Fall, dass es zumindest für uns Homo Sapiensen sauungemütlich wird.
Nein, wart, wart, wart, ich hab’s! Generationenübergreifend getunt auf den Punkt gebracht:
«mit weniger» ist das Gegenteil einer Döner-Bestellung «mit viel alles».
(Fleisch (keine Sau), Zwiebel, scharf, davon bitte mehr. Ja, gern in Alu gepackt. Einen Sack? Einen Sack, ja bitte, oh und eine grosse Büx Energie. Mit Karte? Mit Karte. Das Gerät gezückt, zweimal Bibiibb, Sack gepackt, en Guete gäll, und tschüss.)
Ok, gib mir mal deine Noisecanceller, so wird das nichts! Und versprochen, ich halte mich vom Balkon fern, heisser Himmel.
Liebe Leserschaft, hab etwas Geduld mit mir, du weisst, ich widme mich grad einem seltenen Paradoxon: «mit weniger».
Bei Klarsicht und milderen Temperaturen melden wir uns wieder. Bis dahin mögest du viel Schatten finden.
Auf bald
Das Villa Paul Team